Vermieter-Story: Meyer Lift GmbH

Wir sprachen dieses Mal mit Meyer Lift Geschäftsführer Olaf Meyer über sein Unternehmen; die Herausforderungen des digitalen Wandels und wie sein eigenes Unternehmen selbst zum Vorreiter bei der Digitalisierung der Baubranche wurde.

„Die Rahmenbedingungen sind einfach fair!“

Herr Meyer, im Jahr 2000 sind Sie mit Ihrem Unternehmen, damals noch Maler Meyer GmbH, in das Vermietgeschäft eingestiegen. Wie hat sich ihr Unternehmen seit 2000 entwickelt?

Ich habe im Jahr 2000 den Malereibetrieb meines Vaters übernommen und habe als Feldversuch die ersten Bühnen gekauft. Das haben wir dann sukzessive weiter ausgebaut. 2004 wurde der Lift-Bereich vollständig in eine separate GmbH, in die Meyer Lift GmbH, abgespalten und so kontinuierlich neben dem Malerbetrieb zum eigenständigen Unternehmen ausgebaut. Mein Vater hatte sich bereits in den 80ern eine Bühne gekauft und auch Vermietversuche gestartet. Das wurde schnell eingestellt, da es nicht seinem Klientel entsprach. Ich habe es dann einfach nochmal versucht. Wir sind jetzt ungefähr bei einem Maschinenstand von 220 Geräten an den zwei Standorten Hamburg und Hohenweststedt in Schleswig-Holstein.

Sie sind jetzt seit Oktober 2017 Vermieter bei klickrent. Was hat Sie damals überzeugt, bei klickrent Partner zu werden?

Bei klickrent gibt es faire und vernünftige Rahmenbedingungen und keine exorbitanten Grundbeträge, die ich bezahlen muss. Geld zahle ich nur nach Abschluss des Geschäfts. Das entspricht meiner Grundhaltung, deswegen kann ich mich auch damit arrangieren. Und es ist für einen kleinen Betrieb, wie wir es sind, eine gute Lösung, um sich über ein Online Portal zu präsentieren und auch langfristig Geschäfte zu machen. Alleine könnte ich das finanziell nicht leisten. Es macht viel mehr Sinn, sich an eine große Plattform zu wenden, als die kleine Bastellösung im Hinterzimmer für sich selbst zu machen.

Wie würden Sie die aktuelle Entwicklung der Baubranche in Hinblick auf die Digitalisierung einschätzen? Welche Bedeutung wird diese in Zukunft haben?

Grundsätzlich ist die Präsentation eines Online Vermietgeschäfts zukünftig besonders wichtig, weil die jüngere Generation sich über diesen Weg Informationen beschafft. Entsprechend schnell müssen Mietanfragen gestellt und auch Mietverträge abgeschlossen werden können. Das wird in den nächsten Jahren deutlich ansteigen. Vom klassischen Telefonanruf mit der Bestellung hin zur Durchbuchung über das Smartphone auf jeder Baustelle.

Quelle: Meyer Lift GmbH

Sie hatten vorhin das Thema E-Learning als ihr Digitalprojekt angesprochen. Können Sie uns noch einen Einblick in Ihr Vorhaben geben? 

Wir sind dabei, ein E-Learning-Portal speziell für die Baubranche aufzubauen, in dem wir gesetzlich vorgeschriebene Jahresunterweisungen als E-Learning-Kurs verkaufen. Hier merken wir momentan, dass die Online Nachfrage nach solchen Kursen noch nicht den eigentlichen Bedarf decken, weil das im Baubereich noch nicht Standard ist. Im Bühnensektor gibt es da durchaus schon Wettbewerber, die ähnliche Ideen verfolgen

Seit wann gibt es die Kurse?

Seit Juni 2017 sind wir mit den ersten Kursen online. Diese bauen wir jetzt weiter aus. Das Ziel ist, dass sich alle gängigen Baufirmen angesprochen fühlen. Es ist aktuell noch ein Investment in die Zukunft, dessen sind wir uns bewusst. Mit der Akquise unserer ersten Partner beweisen wir aber, dass wir den richtigen Nerv getroffen haben.

Sie haben einen Sohn, der auch in der Branche tätig ist. Ist Ihre Investition daher nicht nur eine rein monetäre, sondern auch eine in Ihre Nachfolger?

Ja das stimmt. Wobei ich das aber nicht langfristig als Geschäftskern sehe. Das ist ein Beifang, um das Angebot abzurunden. Das Kerngeschäft wird mittel- und langfristig immer das Vermieten von Maschinen und Geräten bleiben. Das Potential ist im europäischen Vergleich noch sehr groß. Gemessen an Maschinengrößen in anderen vergleichbaren europäischen Industrieländern sind wir hier noch relativ unterentwickelt. Da müsste noch einiges gehen.

Jetzt haben wir sehr ausführlich über die Zukunft von Meyer Lift gesprochen. Was erwarten Sie, wie ihre Zukunft mit klickrent aussieht?

Meine Erwartungshaltung ist Geschäft zu machen – in welcher Form auch immer. Das ist die Grundintention. Daneben erwarte ich mir, dass ich vielleicht irgendwann mein Schulungsportfolio über klickrent mit verkaufen kann. Jemand stellt eine Anfrage zu einer Maschine und danach wird direkt das passende Schulungsprogramm angeboten.Ich glaube, dass klickrent die perfekte Plattform dafür ist, ein digitales Produkt, digital zu verkaufen. Es wird, langfristig gesehen, über diesen Weg ein Teil des Geschäfts abgewickelt werden. Da wir selbst dafür zu klein sind, um uns für so ein Geschäftsmodell aufzustellen, hänge ich mich an klickrent. Der Grundgedanke, sich heute über das Geschäft der Zukunft Gedanken zu machen, ist mir sympathisch.

Sehen Sie denn grundsätzlich in der Bau- oder Vermietbranche bereits Nachhol- oder Aufklärungsbedarf in Hinblick auf die Digitalisierung?

Wir sind mit unseren ersten Schritten schon relativ weit vorne dabei. In vielen Bereichen gibt es noch große Potenziale für die Zukunft, für die jetzt die Weichen gestellt werden müssen. Das sehen wir auch in einem Thema, das wir angestoßen haben – dem E-Learning. Hier wird die Zeit zeigen, wie wir uns damit etablieren können, aber es ist wichtig, sich mit solchen Ideen jetzt schon zu beschäftigen.

Sie haben gerade schon angedeutet, dass Sie bereits an einem Thema zur Digitalisierung arbeiten. Können Sie sagen, wie Sie das Thema Digitalisierung bei Meyer Lift angehen?

Wir sind kontinuierlich dabei, an unserer Website zu arbeiten und potentielle Mietanfragen so einfach wie möglich zu gestalten. Natürlich gängig über den Desktop, aber auch über das Smartphone, sodass Leute, die eine Maschine schnell haben wollen, innerhalb von ein paar Sekunden, eine Anfrage von der Baustelle stellen können – ohne telefonieren zu müssen. Das ist ein kontinuierlicher Prozess, der nicht ab morgen umgelegt werden kann.

Sie hatten vorhin das Thema E-Learning als ihr Digitalprojekt angesprochen. Können Sie uns noch einen Einblick in Ihr Vorhaben geben? 

Wir sind dabei, ein E-Learning-Portal speziell für die Baubranche aufzubauen, in dem wir gesetzlich vorgeschriebene Jahresunterweisungen als E-Learning-Kurs verkaufen. Hier merken wir momentan, dass die Online Nachfrage nach solchen Kursen noch nicht den eigentlichen Bedarf decken, weil das im Baubereich noch nicht Standard ist. Im Bühnensektor gibt es da durchaus schon Wettbewerber, die ähnliche Ideen verfolgen.